CEN-Normsand gemäß DIN EN 196 Teil 1

Normsand gemäß DIN EN 196-1 zeichnet sich vor allem durch eine spezielle Korngrößenverteilung aus. Die Korngrößen liegen im Bereich zwischen 0,08 und 2,00 Millimetern. Ihr Verhältnis kann nachfolgender Tabelle entnommen werden. Weiterhin liegt der maximale Feuchtegehalt des Sandes bei 0,2 Prozent. Die Verpackung erfolgt in Beuteln mit einem Gewicht von 1.350 (± 5) Gramm. Unter Zugabe von 450 (± 2) Gramm Zement und 225 (± 1) Gramm Wasser werden aus einem Beutel Normsand drei Mörtelprismen zur Prüfung der Normdruckfestigkeit hergestellt.

  

Korngrößenverteilungs-Spannbreite gemäß DIN EN 196-1

Korngrößenverteilungs-Spannbreite gemäß DIN EN 196-1
Sieb (mm)UntergrenzeIntervall-MittelwertObergrenze
2,00000
1,602712
1,00283338
0,50626772
0,16828792
0,089899100

Herstellung

CEN-Normsand EN 196-1

Da in der Natur kein Sand mit der in der Norm DIN EN 196-1 geforderten Korngrößenverteilung auftritt, muss Normsand künstlich hergestellt werden. Hierzu werden natürliche, quarzreiche Sande in mehreren Schritten gesiebt, um jeweils einzelne Fraktionen der unterschiedlichen Korngrößen zu erhalten. Anschließend werden die Sandfraktionen in definierten Verhältnissen neu gemischt. Größte Herausforderung ist dabei die erforderliche Präzision und Kontinuität beim Sieben und der anschließenden Dosierung über einen sehr langen Zeitraum. Im Rahmen der Qualitätsüberwachung sind Hersteller von Normsand deshalb verpflichtet, ihre Produktion mindestens einmal täglich auf Einhaltung der geforderten Korngrößenverteilung (Sieblinie) zu prüfen und zu dokumentieren. Gleichzeitig werden monatliche Prüfungen der Druckfestigkeit (28-Tage-Mörteldruckfestigkeit) gefordert. Weiterhin erfolgt eine jährliche Überprüfung durch die zuständige Zertifizierungsstelle.